Ambassador interview: Stefan Dyck

 

Was folgt ist ein Interview mit dem Bitnation Botschafter Stefan Dyck aus Dortmund:

 

Erik: Hallo Stefan, erzähl uns etwas über dich, wo kommst du her und was hat dich auf Kryptotechnologie und Freiheit aufmerksam gemacht?

 

Stefan: Naja, Freiheit wollte ich schon immer haben. Das ist ein roter Faden der sich durch mein ganzes Leben zieht und das fing schon in der Grundschule an. Ich denke halt, das unser öffentliches Bildungssystem eine Art offenes Gefängnis ist, und Regierungen behandeln den Bürger nunmal mehr nicht auf Augenhöhe, sondern als Sklaven. Wie Kant gesagt hat, der Bürger muss aus seiner unverschuldeten Abhängigkeit heraus und das muss man sich erkämpfen. Niemand schenkt einem Freiheit.

Auf Bitnation bin ich erst durch die Show Max Keiser Report auf RT aufmerksam geworden. Anarchist war ich schon immer, erst danach habe ich auch die Satoshi Nakamoto Bitcoin Protokolle gelesen und halte Bitcoin für genial. Gebürtig komme ich aus einer ländlichen Gegend in Ostwestfalen aus Deutschland und momentan wohne ich wieder in Deutschland, Dortmund.

Im Endeffekt hat niemand das Recht mir regeln aufzuerlegen, wenn ich ein pazifistisches Leben führe, mit dem ich niemanden schade, ich sehe es aber nicht ein, Steuern zu zahlen, für ein korruptes System und meine Stimme (gleichzusetzen mit Macht) alle 4 Jahre an Versager abzugeben. Da bevorzuge ich es lieber mit Bitnation ein freiheitliches System aufzubauen. Ein System ist nur so mächtig, wie die Leute die dem System die Macht geben, und ich entziehe mich dem aktuellen System.

 

Erik: Was war dein erster Kontakt mit Bitnation und was hat dich dazu motiviert Bitnation Botschafter zu werden?

 

Stefan: Mein erster Kontakt war, das ich eine E-mail an [email protected] geschrieben habe und MattMc Kibbin hat mich dann in den Skype Gruppenchat gepackt, das es ein Ambassador Programm gab, wusste ich zu dem Zeitpunkt gar nicht. Ich hatte angeboten Infoclips über Bitnation zu machen, da ich ja Film studiere.

Im Endeffekt bin ich jetzt seit einem Jahr dabei, verfolge alles und versuche mich da einzubringen, wo ich nur kann. Irgendwann wurde ich dann einfach zum Ambassador ernannt, aber um ehrlich zu sein, ist es mir auch egal, was für einen Titel ich hier bei Bitnation habe, momentan arbeite ich als Business Development Node und kümmer mich um Investors Relation, und später will ich eher in den Bereich Marketing. Ich will hier eher vielseitig beschäftigt sein und Crossover über mehrere Bereiche. Und man lässt mir hier freie Hand, das mag ich.

Wer weiß schon was morgen ist, im Endeffekt muss immer das getan werden, was wichtig ist. Bitnation ist ja auch ein dezentrales Netzwerk und je mehr Verantwortung jeder übernimmt, desto schwieriger wird es, das gesamte Netzwerk zu attackieren.

 

Erik: Kannst du uns noch etwas mehr über deine Filmarbeiten erzählen? Was hast du demnächst vor und wie willst du Bitnations Botschaft mit deinen Filmclips einem größeren Publikum näherbringen?

 

Stefan: Jap, momentan schreibe ich an einem Kinofilmdrehbuch was Susanne&Stefan heißt, wo es um eine On/Off Liebesbeziehung zwischen den beiden geht, die sich über Jahre streckt und wo beide versuchen Bitnation großzuziehen. Dazu kommt, das ich auch eines Tages einen Dokumentarfilm über Bitnation drehen möchte, das sind so die größeren Projekte.

Kleinere Sachen sind auch geplant, aber die sind ohne Budget nicht möglich, wie animierte Produkterklärungsvideos, da soll eine Reihe Ende November möglichst zum Beta-Release fertig werden. Ansonsten momentan arbeite ich als Produzent an meinem Abschlussfilm an der Filmuniversität und arbeite als Kameramann für Sportübertragungen und mache Imagefilme für andere Firmen.

 

Erik: Hälst du es für möglich das die heutige Filmindustrie, insbesondere Hollywood, von den etablierten politischen Interessen beeinflusst wird? Siehst du so etwas wie unterbewusste Propaganda in den Mainstream-Medien?

 

Stefan: Haha definitv. Hollywood ist ein Dreckshaufen. Nehmen wir die Sony-Leaks es gibt ja genug Dokumente die beweisen, wie die Nachrichtendienste mit den Vorständen der 5-10 großen Hollywoodstudios kollaborieren und wo sie gemeinsam diskutieren, wie man am besten Propaganda machen kann. Wir Deutsche haben zwar die moderne Propaganda erfunden, aber die USA haben sie über die letzten 70 Jahre perfektioniert.

Ob das James Bond Filme sind, wo Feindbilder für ganze Generation, wie z.B. der böse Russe erschaffen werden, oder andere Filme. Es ist ja mittlerweile nicht mal mehr nur unterbewusst, die hätten mal The Interview drehen sollen, wo sie Obama über seine Kriegsverbrechen interviewen. Hollywood ist so moralisch verdorben, das es weh tut. Ich behaupte die amerikanischen Nachrichtendienste und Militärzirkel arbeiten seit 70 Jahren ununterbrochen zusammen, auch die Oscarverleihung an ARGO mit der peinlichen Video Zeremonie von den Obamas 2013 beweist es ja, es ist einfach nur noch lächerlich. Hollywood wird sich selber vernichten, momentan werden ja nur noch Sequels und Blockbuster über 200 Millionen $ Budgets gedreht, die über internationale Pre-Sales finanziert werden, damit sie selber kein Risiko mehr eingehen.

Hollywood zerstört ihre eigene Kreativität durch die Oligolopolisierung von 5 großen Studios, die keine Risiken mehr eingehen. Abgesehen davon hat Hollywood auch ihre Werte verkauft und Gewalt über Jahrzehnte verherrlicht und auch die Außenpolitik gerechtfertigt und das Volk für Kriege mobilisiert und sie danach gerechtfertigt. Hollywood hat definitv einen Platz in der Hölle verdient und wird ihn auch bekommen. Hollywood ist eine Perversion seiner selbst geworden.

Die einzigst hoffnungsvollen Orte der Zukunft für gute Kinofilme sind für mich Länder wie Taiwan, Südkorea und Dänemark. Eventuell noch Frankreich, aber die sind ein sehr spezieller Fall für sich selber.

 

Erik: Vielen Dank für deine Zeit, wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Projekten und hoffen bald mehr von dir zu hören!

 

Stefan: Ok, danke dir und bis bald. Und ich würde mich freuen, wenn sich mehr junge Filmemacher und ganze Filmmärkte dazu entschließen Hollywood in seiner jetzigen Form zu boykottieren anstatt es anzubiedern, und dass der jetzige Filmmarkt einfach wieder kreativer und dezentraler wird.

 

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Erik Vollstädt

Bitnation Lead Ambassador and Community Director. Born 1993, aspiring entrepreneur and champion of voluntary societies & private property ethics. Proponent of counter-economics and competing market currencies, such as cryptocurrencies. Represented Bitnation as Lead Ambassador since 2015 at the Riga Bitcoin and Cryptocurrencies Meetup, the iBGEk basic income stage discussion in Klagenfurt (Austria), the Cointelegraph Blockchain Conference in Helsinki, the Zündfunk Netzkongress in Munich, at itnig for the Barcelona Bitcoin Community during the Mobile World Congress 2017 and at the Bitnation DevCon 2017 in Amsterdam. Author of the Bitnation blog. Media appearances include Shift (Deutsche Welle), Der Fehlende Part (RT Germany) and Zündfunk (BR2). Coordinates Bitnation's ambassador network globally and organizes meetups all over Europe. Graduated in Business Innovation & Technology Management (M.Sc.) in Girona (Catalunya, Spain). Wants to live an international lifestyle.

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