Singularität, Privatrechtsgesellschaft und Kryptoanarchie

 von Marie Dähnhardt

Es sollte angemerkt werden, dass dieses Thema derart komplex ist und nicht komplett vorhersehbar ist, so dass der Text Fehler enthalten wird. Dennoch dürften die Erkenntnisse zumindest in die richtige Richtung gehen. Auch ist das Thema zu umfangreich, als dass es hier ausreichend dargelegt werden könnte. Es wird für viele sehr unglaubwürdig erscheinen und es werden unendlich viele Kritikpunkte übrig bleiben. Gerade für all jene Leser, die nicht mit der Österreichischen Schule der Ökonomie vertraut sind und von der Singularität noch nie etwas gehört haben. Die dargestellten Entwicklungen sind unvermeidlich. Nur das letztendliche Ergebnis ist offen. Wir haben die Wahl zwischen totaler Freiheit nach der Idee einer Privatrechtsgesellschaft oder einer totalen, weltweiten Diktatur, gefolgt von globalem Chaos und letzten Endes wohl dass Ende der Zivilisation. Eine Zwischenform ist kaum denkbar, da zunehmend stärkere Kräftere in beide Richtungen wirken. Zum Abschluss soll betont werden, dass hier keinerlei Gewalt oder sonstige Verbrechen befürwortet werden.

In der Vergangenheit war menschliche Intelligenz ein Geschenk der Evolution. Doch schon bald nicht mehr. In Kürze werden wir unsere Intelligenz durch Technologie verbessern. Der Punkt, an dem (menschliche und/oder künstliche) Intelligenz sich so rapide selbst verbessern wird, dass kein „normaler“ Mensch dem mehr folgen kann, bezeichnet man als die „technologische Singularität“ (engl. Singularity). Der wohl bekannteste Vordenker dieses Ereignisses ist Raymond Kurzweil, der bereits seit vielen Jahren den technischen Fortschritt kommentiert und ziemlich akkurat vorhersagt. Das Eintreten der Singularität datiert er auf das Jahr 2045. Andere Denker – allesamt führende Technologieexperten – setzen sie etwas früher oder später an. In jedem Fall aber noch vor Ende des 21. Jahrhunderts.

Was ist Bitnation? – Das Googlement

 

Ortsunabhängige Staatsleistungsanbieter

 

1. Ziel

Das Westfälische System hat ausgedient und die künstlich geschaffenen Linien auf den Karten, auch als Grenzen bekannt, die einst Stabilität versprachen, sind nun aufgrund ihres Anspruchs auf Einheitslösungen Verursacher von Unsicherheit und Gefahr. Das Nationalstaatenmodell bietet wenig bis gar keine persönliche Wahlfreiheit, vor allem in Bezug auf räumliche Bewegung und die Wahl der Anbieter von Staatsleistungen. Man unterstellt den Menschen, dass sie alle mit denselben Gesetzen und Diensten zufrieden sind, und dass nur, weil sie in derselben geographischen Region leben. Obwohl sich viele Menschen ein Leben ohne Staat nicht vorstellen können – sie glauben es kommt zu großem Chaos – wollen sie doch meistens unterschiedliche Niveaus an Staatsleistungen.